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Vier Termine, ein Ziel: KI praxistauglich machen

Die Reihe baute Schritt für Schritt aufeinander auf:

  • 10. Oktober 2024: Wie frage ich richtig?
  • 17. Oktober 2024: Wie nutze ich ChatGPT und Copilot für Angebote und Protokollierung?
  • 24. Oktober 2024: Einfache Schadensbearbeitung und Bedingungsvergleich mit KI
  • 7. November 2024: Beantwortung der aufgetretenen Fragen

Jede Einheit dauerte eine Stunde. Zusammen entstand ein kompakter Lernpfad von den Grundlagen guter Prompts bis zu konkreten Branchenanwendungen und offenen Datenschutzfragen.

Richtig fragen ist die Grundlage

Der erste Teil beschäftigte sich mit den Möglichkeiten und Grenzen generativer KI. Gute Ergebnisse beginnen mit einer klaren Aufgabe, relevantem Kontext, geeigneten Beispielen und einem gewünschten Ausgabeformat.

Auch ein sehr guter Prompt verhindert Halluzinationen nicht vollständig. Er kann Unsicherheit reduzieren und die Antwort leichter überprüfbar machen. Deshalb sollten KI-Systeme keine fachlichen Aussagen übernehmen, die im Betrieb niemand beurteilen kann.

Von E-Mails bis Gesprächsprotokollen

Im zweiten Teil ging es um wiederkehrende Kommunikation. KI kann eingehende E-Mails strukturieren, Antwort- und Angebotstexte vorbereiten, Gesprächsnotizen zusammenfassen oder Informationen aus freigegebenen Dokumenten aufbereiten.

Eigene GPTs oder Microsoft-Copilot-Lösungen können dabei internes Wissen einbeziehen. Entscheidend sind aktuelle Quellen, klare Zugriffsrechte und die Trennung zwischen Entwurf und verbindlicher Freigabe.

Schadensfälle und Bedingungen vergleichen

Der dritte Teil übertrug diese Grundlagen auf typische Aufgaben im Versicherungsalltag. Gesprächstranskripte lassen sich in strukturierte Notizen oder nächste Schritte überführen. Policen, Anträge und Versicherungsbedingungen können nach vorgegebenen Kriterien gegenübergestellt werden. Längere E-Mail-Verläufe lassen sich zusammenfassen und für die weitere Bearbeitung vorbereiten.

Ein KI-gestützter Bedingungsvergleich ist eine Assistenzleistung – keine automatische fachliche oder rechtliche Prüfung. Quellen, Auslassungen und Interpretation müssen durch qualifizierte Personen kontrolliert werden.

Eine eigene Einheit für Fragen und Grenzen

Der vierte Termin griff Fragen aus der Praxis auf: personenbezogene Daten, Auftragsverarbeitung, Kosten und Einstellungen, Transkription, eigene GPTs, Microsoft-365-Integration, SharePoint, Copilot Studio und Agenten.

Gerade bei Versicherungs- und Gesundheitsdaten reicht eine technische Funktion nicht aus. Vor einer Nutzung sind unter anderem Zweck, Rechtsgrundlage, Datenminimierung, Speicherort, Berechtigungen, Löschfristen und vertragliche Rahmenbedingungen zu klären.

KI als Assistenz, nicht als Entscheider

Aus allen vier Teilen ergibt sich ein klares Bild: KI kann Versicherungsmakler:innen beim Strukturieren, Zusammenfassen und Formulieren unterstützen. Sie kann Suchaufwand reduzieren und eine fachliche Prüfung besser vorbereiten.

Sie ersetzt jedoch weder Beratung noch die Verantwortung für Kundeninformationen, Empfehlungen oder Schadenbearbeitung. Je sensibler der Inhalt, desto wichtiger sind verlässliche Quellen, begrenzte Rechte, Protokollierung und ein Vier-Augen-Prinzip.

Was aus heutiger Sicht bleibt

Produkte, Oberflächen und Modellnamen entwickeln sich schnell weiter. Der nachhaltige Teil der Webinarreihe liegt deshalb weniger in einzelnen Funktionen als in der Arbeitsweise:

  1. Aufgabe und Ziel klar beschreiben,
  2. nur geeignete und freigegebene Daten verwenden,
  3. Ergebnis und Quellen nachvollziehbar prüfen,
  4. verbindliche Entscheidungen beim Menschen belassen,
  5. und erfolgreiche Abläufe dokumentieren, bevor sie skaliert werden.

Sie möchten KI in einem Maklerbüro oder Versicherungsprozess verantwortungsvoll einführen? Lassen Sie uns den konkreten Anwendungsfall besprechen →

Webinar-Rückblick · 10. Oktober bis 7. November 2024

Von richtigem Prompting bis zum Bedingungsvergleich: KI im Maklerbüro

Im Herbst 2024 führte ich für die Fachgruppe Versicherungsmakler Tirol durch eine vierteilige Webinarreihe zur praktischen Nutzung künstlicher Intelligenz. Anhand von ChatGPT, Microsoft Copilot und konkreten Aufgaben aus dem Maklerbüro zeigte die Reihe, wie sich Kommunikation, Protokolle und Dokumentenvergleiche effizienter vorbereiten lassen – und warum Datenschutz sowie fachliche Kontrolle unverzichtbar bleiben.